Champions League - Sahin: "BVB kann es noch mal tun"

Für Real-Leihgabe Nuri Sahin wird das Duell in der Champions League mit Dortmund gegen Madrid ein besonderes. Er sieht den BVB auf Augenhöhe.

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Für Nuri Sahin lief in Spanien nicht alles nach Plan.

Eine Knieverletzung legte ihn schon direkt nach seinem Wechsel vom BVB zu Real Madrid im Jahr 2011 lahm. Bei den "Königlichen" kam er nie auf die Beine.

Über den Umweg FC Liverpool führte der Weg des 24-Jährigen schließlich im Januar als Real-Leihgabe zurück nach Dortmund. Jetzt wollte es das Schicksal, dass Sahin im Halbfinale der Champions League auf den Klub trifft, dem er offiziell noch gehört.

Sein Vertrag läuft dort bis 2017 - für sieben Millionen kann er im Sommer gekauft werden.

Als Sahin von der Auslosung erfuhr, rief er laut "kicker" sofort seinen Freund Kaka in Madrid an. "Er war leicht angeschlagen. Wir haben uns kurz ausgetauscht, ob er rechtzeitig fit wird", erzählt Sahin.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung "Marca" spricht er danach über die für ihn emotionale Begegnung mit der Vergangenheit.

Nuri Sahin über...

Das Jahr in Madrid:

"Es war ein bisschen schwierig, so etwas hatte ich noch nie zuvor erlebt. Aber ich habe eine Meisterschaft gewonnen und mit Jose Mourinho zusammengearbeitet. Er ist er ein sehr spezieller Trainer und ich habe die Umkleidekabine mit fantastischen Spielern geteilt. Ein Jahr in Madrid ist immer positiv. Ich habe viel gelernt und habe mein Spiel verbessert. Ich hatte mir mehr erhofft, aber das hat nicht sollen sein."

Die Beziehung zu Mourinho:

"Wir hatten eine großartige Beziehung zueinander. Er ist eine ehrliche Person. Er war immer aufrichtig, was ich sehr schätze. Mourinho ist sehr speziell, als Trainer und als Mensch, ein richtiger Gentleman, der dir aber auch jederzeit hilft und motiviert. Ich habe nur gute Erinnerungen an ihn."

Den Abschied aus Madrid:

"Mourinho und ich haben in der Vorbereitung gesprochen, nach der ersten Trainingswoche. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich gerne verleihen lassen würde, damit ich regelmäßiger spiele. Er hat mir gesagt, dass ich nicht zu gehen brauche und dass ich da bleiben solle und auf meine Chance warten. Doch ich erwiderte, dass ein Jahr woanders gut für das Wiedererlangen meiner Stärke sei und ich als stärkerer Spieler zurückkehren würde. Er hat mich verstanden und meine Entscheidung akzeptiert."

Liverpool und die Rückkehr nach Dortmund:

"Was in Liverpool passiert ist, war sehr schwierig. Nach Dortmund zurückzukehren, war das Beste, was mir passieren konnte. Wir spielen in der Champions League, ich kenne den Trainer und die Teamkollegen, ich habe meine Familie um mich - Frau und Kinder sind glücklich.

Auch sportlich war es wichtig für mich. Mein Ziel ist es, wieder der beste Spieler der Bundesliga zu werden und ich fühle, dass ich mich auf einem guten Weg dorthin befinde."

Das Duell mit Real Madrid:

"Dortmund hat in der Gruppenphase gewonnen und kann es wieder tun, obwohl Real jetzt ein viel besseres Team ist, als sie es damals waren. Es wird ein hartes Match, weil ich weiß, was Madrid der zehnte Titel in der Champions League bedeutet. Aber wir wollen die Champions League ebenfalls gewinnen."

Die Besessenheit auf den Titel:

"Beide Teams wollen gewinnen. Keiner aus unserer Mannschaft hat diesen Titel bislang gewonnen. Der zehnte Titel bedeutet Real Madrid alles, doch für uns gilt das auch."

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