Formula Renault 3.5 - Müller triumphiert in Monaco

Nico Müller (Draco Racing) hat von der Pole Position aus den fünften Saisonlauf der Formel Renault 3.5 in Monaco gewonnen. Der Schweizer setzte sich beim prestigeträchtigsten Rennen der Nachwuchsserie vor Marco Sörensen (Lotus) aus Dänemark und Jazeman Jaafar (Carlin) aus Malaysia durch und rückte auf Rang drei der Meisterschaft vor. Gesamtführender bleibt Kevin Magnussen (DAMS).

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Nico Müller

Magnussen belegte bei strahlendem Sonnenschein im Fürstentum den vierten Platz und baute seinen Vorsprung auf Stoffel Vandoorne (Fortec Motorsports) um zehn auf 14 Punkte aus. Der Belgier war nicht über Rang neun hinausgekommen.

Die drei Besten des Tages setzten sich gleich nach dem Start vom Rest des Feldes ab, und weil Sörensen Jaafar bereits direkt nach dem Start in der Sainte-Dévote überholte, hatten sie auch die Reihenfolge des Zieleinlaufs schnell hergestellt.

"Ich bin sehr gut weggekommen, und als Jaafar versuchen wollte, meinen Angriff abzuwehren, war ich schon neben ihm", schilderte Sörensen den Platztausch nach wenigen Sekunden. Jaafar war mit durchdrehenden Rädern losgefahren und hatte deshalb schlechter beschleunigt als der Däne.

"Mein Start war alles andere als perfekt", gestand deshalb auch der Malaysier, der aber trotzdem zufrieden war: "Dieser erste Podestplatz ist ein gutes Ergebnis für mich."

Müller keiner, "der dumme Fehler macht"

Im Verlauf des Rennens versuchte Sörensen Druck auf Müller auszuüben, doch der Schweizer blieb bis ins Ziel vorne und brachte am Ende gut drei Sekunden Vorsprung mit über die Linie. "Nico ist nicht der Fahrer, der dumme Fehler macht", musste Sörensen daher nach dem Rennen anerkennen.

Hinter dem Spitzen-Trio entwickelte sich ein enges Duell zwischen den beiden Meisterschafts-Aspiranten Magnussen und Antonio Felix da Costa (Arden Caterham), die zunächst um Platz fünf kämpften, dann aber beide gemeinsam an Carlos Sainz Jr. (Zeta), Sohn des ehemaligen Rally-Weltmeisters, vorbeigingen und ihren Zweikampf eine Position weiter vorne weiterführten.

Der Angriff von Magnussen auf Sainz Jr. in der berühmten Rascasse, den auch da Costa zum Durchschlupfen nutzte, sollte im engen Leitplankenkanal an der Cote d'Azur jedoch das einzige Überholmanöver in der Spitzengruppe bleiben - obwohl da Costa Magnussen bis zum Zielstrich gehörig unter Druck setzte.

Magnussen auch mit Platz vier zufrieden

"Ein großes Dankeschön geht an das Team, das mir erneut ein hervorragendes Auto hingestellt hat", freute sich Magnussen trotz des verpassten Podiums. "Ich konnte zwar nicht um den Sieg kämpfen, aber das Wichtigste war, dass ich vor meinen Kontrahenten in der Meisterschaft geblieben bin", so der Däne weiter.

Magnussens ärgster Verfolger in der Meisterschaft, Vandoorne hing vom Start weg auf Rang neun fest und musste tatenlos zusehen, wie seine Meisterschafts-Konkurrenten vorne höhere Punktzahlen einstrichen, weil er auf dem Stadtkurs kein Überholmanöver setzen konnte. Da in Monaco, anders als an den anderen Renn-Wochenenden der World Series by Renault nur ein statt wie sonst zwei Rennen ausgetragen wurde, gab es für den Belgier anschließend auch keine Möglichkeit zur Revanche mehr.

Als nächstes in die Heimat von Vandoorne

Für einen besonderen Glamour-Faktor sorgte am Rande des Rennens die Vorstellung des neuen Renault Megane R.S. Red Bull Racing RB8, der ab Juni erhältlich ist und von diversen Motorsport-Stars begleitet wurde. Unter anderem fanden sich Jacky Ickx, Jean Alesi, Tom Kristensen, Jean Ragnotti und Paul Belmondo auch schon vor dem Rennen der Formel Renault 3.5 als Fußgänger in der Startaufstellung ein.

Der nächste Lauf der World Series by Renault steht schon am kommenden Wochenende im belgischen Spa-Francorchamps auf dem Programm. Bei seinem Heimrennen wird vor allem Vandoorne hochmotiviert sein, den Rückstand auf Magnussen wieder zu verkürzen.

VIDEO - Die Formel Renault 3.5 unter der Lupe

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