Schothorst schnappt sich dramatischen Sieg

Im zweiten Rennen setzte unerwartet Regen ein, mit spektakulären Folgen. Nachdem sie, obwohl Regenreifen eindeutig die bessere Wahl gewesen wären, auf Slicks ins Rennen gegangen waren, fanden sich die Führenden der Eurocup Megane Trophy schnell am falschen Ende des Feldes wieder.

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Nachdem sie aber eine Safety-Car-Phase zu ihrem Vorteil nutzen konnten, konnten sie sich letztendlich wieder ins Rennen zurück kämpfen. Nach spannenden letzten Runden war es Bas Schothorst (TDS Racing), der sich vor Albert Costa (Oregon Team) den Sieg sichern konnte.

Albert Costa stand zum dritten Mal in dieser Saison auf der Pole-Position, wobei dieses Mal Fabien Thuner (Oregon Team) die erste Startreihe komplettierte. In der Startaufstellung herrschte jedoch Verwirrung, nachdem sich das Wetter unerwartet geändert hatte. Wenige Minute vor dem Start ergoss sich ein Regenschauer über die Strecke, aber die Mehrheit der Fahrer entschied sich wenige Sekunden vor dem Start für Slick-Reifen. Das Team Oregon traf seine Entscheidung zu spät, was dazu führte, dass Albert Costa und sein Teamkollege Nicolas Milan Durchfahrtsstrafen für das Wechseln ihrer Reifen nach dem Signal erhielten.

In der ersten Runde brachen die Rennwagen aufgrund der rutschigen Strecke und der Tatsache, dass viele Fahrer auf Slick-Reifen unterwegs waren, mehrfach aus und es kam zu mehreren Unfällen Am Ende einer ereignisreichen ersten Runde, die durch wieder einsetzenden Regen noch tückischer wurde, konnten die Fahrer auf Regenreifen ihren Vorteil nutzen. Enrico Bettera (Oregon Team) führte zu diesem Zeitpunkt das Rennen vor Oliver Freymuth (AKF Motorsport) und Thibault Bossy (Team Lompech Sport) an.

Als die Fahrer auf Slick-Reifen in die Box kamen, um auf Regenreifen zu wechseln, wehrte sich der Führende Bettera gegen die Angriffe von Bossy. Der Franzose in seinem zweiten Rennen in der Eurocup Megane Trophy übernahm in der dritten Runde die Führung und konnte sich schnell von Bettera, Freymuth und Jean-Charles Miginiac (Team Lompech Sport) absetzen.

Bettera musste dann nach einem Ausritt ins Kiesbett auf die Führenden abreißen lassen und die unglückliche Position des Rennwagens des Italieners sorgte dafür, dass das Safety-Car auf die Strecke musste. Nach dem Neustart beruhigte sich das Rennen allmählich. Alle Fahrer waren jetzt auf Regenreifen unterwegs und waren zum obligatorischen Auftanken an der Box. Bossy behauptete die Führung vor Miginiac, Freymuth und Bruce Lorgeré-Roux (Pujolaracing). Aber Nalio und Schothorst zeigten dann ihre wahre Klasse und konnten sich innerhalb weniger Kurven von den Plätzen sechs und sieben auf die Plätze zwei und drei vorschieben.

Bossy war nicht in der Lage, sich gegen die Angriffe von Nalio und Schothorst zu wehren. Die Reihenfolge änderte sich dramatisch als der Italiener Nalio die Führung vor Schothorst und Coronel übernahm. Darüber hinaus gelang es Costa, sich auf den vierten Platz vorzuschieben. Der Kampf dauerte bis zur karierten Flagge und fand seinen Höhepunkt in einer spektakulären Kollision zwischen Schothorst, Nalio und Coronel. Dem Holländer Schothorst gelang es jedoch, sich aus dem Chaos zu befreien und den Sieg vor Costa und Snoeks ins Ziel zu retten. Nach dem Rennen erhielt Snoeks jedoch eine Zeitstrafe von 25 Sekunden, weil er einen Zusammenstoß mit Bruce Lorgeré-Roux verursacht hatte, wodurch Thibault Bossy auf den dritten Platz kletterte.

Die Stimmen zum Rennen:

Bas Schothorst: "Für mich begann das Rennen eigentlich erst richtig nach der Safety-Car-Phase. Niccolo Nalio und ich konnten schnell auf die anderen Aufschließen und fanden uns am vorderen Ende des Feldes wieder. Ich war schneller als er und ich übernahm am Ausgang von Kurve 2 die Führung in der letzten Runde, er setzte mich dann jedoch unter Druck, was zu einem heftigen Unfall zwischen ihm, Tom Coronel und mir führte. Glücklicherweise konnte ich mich befreien und als erster die Ziellinie überqueren."

Albert Costa: "Der Start des Rennens war ein Alptraum. Ich hatte die falschen Reifen aufgezogen und als ich in die Box kam, war niemand in meinem Team bereit. Danach setzte ich alles auf eine Karte und machte so viel Druck, dass ich am Ende keinen Gummi mehr auf den Reifen hatte. Der zweite Platz ist angesichts der Ereignisse ein gutes Ergebnis, denn ich war im Rennen auch mal auf dem letzten Platz."

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